Mittwoch, 11. September 2013

Ohjeh- schon wieder viel zu spät...:-((

Tja, wie aus dem Titel vielleicht unschwer zu entnehmen ist, geht es in diesem Blog- zumindest ist dies der  Plan - auch um so "neumodischen Kram" wie Legathenie.
Soll ja- wenn man den "Fachleuten" glauben schenkt - erst in den letzten Jahre so richtig zur "Kunstform" entwickelt worden sein.

Falls dies so wäre, so wären also die "früheren" Legastheniker "Trendsetter"- und dies schon ganz schön lange!!


  • 1864 entdeckt der deutsche Psychologe und Neurologe Carl Wernicke das „sensorische Sprachzentrum“ im Gehirn. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt gelingt es ihm durch seine Forschung eine Verbindung zwischen dem erforschten Hirnareal („Oberer Schläfenlappen/ Nahe der „Sylvischen Furche“) und auditiver Wahrnehmung und Sprache herzustellen.
  • 1877 beschreibt der Internist Dr. Adolf Kußmaul den Fall eines erwachsenen Mannes, der normal intelligent ist und dennoch unfähig lesen zu lernen,obwohl er eine adäquate Berufsausbildung aufweisen kann. Als Arzt spricht Dr. Kußmaul - in Anlehnung an den Begriff „Alexie“ (= „Buchstabenblindheit“) von „Wortblindheit“, einer „Leseunfähigkeit“die ein ganzes Leben lang andauert.“
  • 1896 beschreibt der englische Schularzt Dr. W. Pringle- Morgan den 14-jährigen Percy. R ist der älteste Sohn einer intelligenten Familie: „Er wäre der cleverste, smarteste Junge in der Schule, wenn der Unterricht vollständig mündlich erfolgen würde.“ Zudem stellt er fest, daß er praktisch die gleichen Smphtome aufweist, wie Patienten mit spezifischen Kopfverletzungen in einem bestimmten Hirnareal (Sprache). Da Percy jedoch keinerlei Kopfverletzungen erlitten hat, kommt der Arzt zu dem Schluss, daß diese Störung angeboren sein muss...
  • 1925 beschäftigt sich der amerikanische Professor für Psychatrie und Neurologie, Samuel T. Orton, mit dem in den USA und England als „Dyslexia“ bezeichneten Problem. So fällt ihm ein 16jähriger Junge auf, der ihm außerordentlich klug erscheint, jedoch das Lesen nicht erlernen kann. Basierend auf damaligen Vorstellungen und Erkenntnissen entwickelt er eine erste Theorie zu den spezifischen Lernschwierigkeiten. Er verdeutlichtdie Unterschiede zwischen angeborener, erworbener oder entwicklungsbedingter Lese-Rechtschreib-Schwäche und manifestiert diese durch seine Studien.



Hätten sie dafür nicht den Pulitzer-Preis verdient? 



Komisch finde ich die Art & Weise wie unsere Gesellschaft (inklusive Schulen) heute mit Betroffenen umgeht eigentlich nicht - eher beschämend...

Nach so vielen Jahren immer noch auf dem Stand von 1864? 
Aus mir spricht eher eine Art "schwarzer Galgenhumor" - den Don Quijote sicher auch besaß. Ebenso wie David - als er gegen Goliath kämpfte.

Anders lässt sich so ein irrsinniges Unterfangen wie "gesellschaftliche Aufklärung" in unseren heutigen "Mir-doch-egal-Gesellschaft" wohl eher nicht erklären...

Ja, ja - wie sich die Bilder gleichen...

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